{"id":170337,"date":"2019-02-11T14:32:08","date_gmt":"2019-02-11T11:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/mospat.ru\/?p=170337"},"modified":"2019-02-14T12:08:01","modified_gmt":"2019-02-14T09:08:01","slug":"die-haresie-des-papismus-von-konstantinopel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/old.mospat.ru\/gr\/2019\/02\/11\/news170337\/","title":{"rendered":"Die H\u00e4resie des Papismus von Konstantinopel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Invasion in die Ukraine<\/strong><\/p>\n<p>Die Entscheidung des Patriarchen Bartholomaios von Konstantinopel, in die Ukraine einzufallen, l\u00f6ste f\u00fcr die gesamte Orthodoxe Kirche gewaltige Ersch\u00fctterungen aus, die seit vielen Monaten nicht aufh\u00f6ren. Orthodoxe aus verschiedenen L\u00e4ndern beobachten mit Unverst\u00e4ndnis und Schrecken, wie der Vorsteher einer verehrten Kirche pl\u00f6tzlich kundmacht, dass das, was alle ohne Ausnahme seit mehr als 300 Jahren als Teil einer anderen Kirche anerkannten, sein kanonisches Territorium sei, und jene, die alle orthodoxen Kirchen als Schismatiker ansahen, zum Teil einer kanonischen Kirche erkl\u00e4rt, wobei er zugleich droht, diejenigen zu Schismatikern zu erkl\u00e4ren, mit denen alle Ortskirchen in der eucharistischen Einheit bleiben.<\/p>\n<p>Und dabei merkt Patriarch Bartholomaios angeblich nicht, dass seine Handlungen das Schwungrad staatlicher Verfolgungen gegen die kanonische Kirche der Ukraine gestartet haben. Denn \u201edas Erhalten des Tomos\u201c ist einer der wichtigsten Wahlprogrammpunkte des derzeitigen ukrainischen Pr\u00e4sidenten, der f\u00fcr eine zweite Amtsperiode gew\u00e4hlt werden will. Und so werden die Bisch\u00f6fe der kanonischen Ukrainischen Orthodoxen Kirche von weltlichen Beamten zur Rechenschaft aufgefordert, wobei diese ihnen Briefe des Konstantinopler Patriarchen \u00fcbergeben; Priester werden zu \u201eprophylaktischen Gespr\u00e4chen\u201c beim Sicherheitsdienst \u2013 dem ukrainischen KGB-Nachfolger &#8211; vorgef\u00fchrt, und M\u00f6nchen wird die Verbannung aus ihren Kl\u00f6stern angedroht.<\/p>\n<p>Patriarch Bartholomaios nennt seine Handlungen \u201eGew\u00e4hrung der Autokephalie f\u00fcr die Ukraine\u201c, aber dabei sind zwei Drittel der ukrainischen Orthodoxen Gemeindemitglieder jener Kirche, die bei ihm um keine Autokephalie ersucht hat, und die sich weigert, diese zu entgegen zu nehmen. Wir sehen hier vielleicht erstmals in der Geschichte eine aufgezwungene \u201eAutokephalie-Erteilung\u201c, was in vieler Hinsicht zum Nachdenken veranlasst.<\/p>\n<p>In den vergangenen Monaten sind viele kritische Artikel und Ansprachen aus verschiedensten Ortskirchen bez\u00fcglich der Handlungen des Patriarchats von Konstantinopel erschienen. Erschienen sind auch apologetische Artikel seiner Repr\u00e4sentanten, und die Kontroverse vertiefte sich bald im Labyrinth der Geschichte, wenn dem Leser verschiedene Interpretationen dieser oder jener Wortkombination aus einem Text des XVII. Jahrhunderts angeboten werden. Diese Themen sind ja zweifellos wichtig, aber viel wichtiger ist es doch, die Geschehnisse in einem breiterem Kontext in den Blick zu nehmen und zu verstehen, welche Gr\u00fcnde die entstandenen Ersch\u00fctterungen haben. Dazu muss man auf zwei Fragen eine Antwort finden.<\/p>\n<p>Erste Frage:<\/p>\n<p><strong>Sind die heutigen Handlungen des Patriarchats von Konstantinopel in der Ukraine etwas noch nie da gewesenes?<\/strong><\/p>\n<p>Leider nicht. Eine \u00e4hnliche Invasion fand in Estland 1996 statt, als Patriarch Bartholomaios die dortigen Schismatiker in die Kommunio aufgenommen hat. Es sei schon vorweggenommen, dass es ein Fehler w\u00e4re, eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr diese Aktionen in der Person dieses konkreten Patriarchen zu suchen, denn \u00e4hnliche Handlungen wurden bereits von seinen Vorg\u00e4ngern seit den 1920er Jahren begangen \u2013 angefangen vom ber\u00fcchtigten Patriarchen Meletios IV. (Metaxakis). Er hat sich 1923 die Gemeinden der Russischen Orthodoxen Kirche in Finnland und in Estland angeeignet, indem er diese seiner eigener Jurisdiktion unterstellt hat, und im Jahr darauf hat er die Di\u00f6zesen in Polen von der Russischen Kirche losgel\u00f6st, indem er eigenm\u00e4chtig ihre \u201eAutokephalie\u201c erkl\u00e4rt hat. Im Jahre 1936 hat der Patriarch von Konstantinopel seine Jurisdiktion \u00fcber Lettland deklariert, und f\u00fcnf Jahre davor hat er gegen den Willen der Russischen Orthodoxen Kirche die russischen Emigrationsgemeinden in Westeuropa in seine eigene Jurisdiktion einbezogen, indem er sie in sein eigenes Exarchat umwandelte (das j\u00fcngst von Patriarch Bartholomaios abgeschafft wurde).<\/p>\n<p>Hier gilt es darauf hinzuweisen, dass die erw\u00e4hnten Aktionen zur Invasion und Besitzergreifung gerade zu einer Zeit vorgenommen wurden, als die Orthodoxe Kirche in Russland in buchst\u00e4blichem Wortsinn ausblutete, da sie beispiellose Verfolgungen seitens des gottlosen Staats zu erdulden hatte. W\u00e4hrend die Kommunisten Kirchen und Kl\u00f6ster der Russischen Orthodoxen Kirche innerhalb der UdSSR einnahmen, tat das Patriarchat von Konstantinopel dies au\u00dferhalb ihrer Grenzen.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re aber falsch zu meinen, dass derartige Aktionen nur in Bezug auf die Russische Orthodoxe Kirche vorgenommen wurden. In den 1920er Jahren gelang es dem Patriarchat von Konstantinopel, die kirchliche Pr\u00e4senz der Kirche von Griechenland (Hellas) in den Vereinigten Staaten und Australien zu beenden, 1986 gelang es ihm, das Amerikanische Exarchat der Alexandrinischen Kirche abzuschaffen und zu absorbieren, und zuletzt &#8211; im Jahr 2008 &#8211; erreichte Patriarch Bartholomaios den Verzicht der Kirche von Jerusalem auf ihre Gemeinden in den USA und ihre \u00dcberf\u00fchrung in die Jurisdiktion von Konstantinopel.<\/p>\n<p>Doch nicht alle derartige Handlungen endeten mit einem Sieg: Patriarch Photios II. von Konstantinopel bem\u00fchte sich beispielsweise 1931 erfolglos, die Auslandsgemeinden der Serbischen Kirche in seine eigene Jurisdiktion zu \u00fcberf\u00fchren. Er schrieb dem Serbischen Patriarchen Varnava: \u201eAlle Kirchengemeinden in der Diaspora und au\u00dferhalb der Grenzen der Orthodoxen Autokephalen Kirchen, gleich welcher Nationalit\u00e4t, sollten unserem Heiligsten Patriarchenthron kirchlich untergeordnet sein\u201c. Die Serbische Kirche hat aber diesen Forderungen nicht nachgegeben, ebenso wenig wie die Rum\u00e4nische Kirche.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die Bem\u00fchungen der Patriarchen von Konstantinopel im XX. Jahrhundert vor allem auf die Unterwerfung der orthodoxen Diaspora konzentrierten, so hat im XXI. Jahrhundert die Expansion schon in die Gebiete der Autokephalen Kirchen selbst angefangen.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf die Kritik seiner Handlungen in der ukrainischen Frage hat Patriarch Bartholomaios neuerdings versucht, diese mit nationalen Differenzen zu erkl\u00e4ren, wobei es angeblich darum gehe, dass \u201eunsere Br\u00fcder-Slawen den Primat des \u00d6kumenischen Patriarchats und unserer Ethnie in der Orthodoxie nicht tolerieren k\u00f6nnen\u201c. Diese rassistische Aussage, die unter die Definition der Ketzerei des Ethnophyletismus f\u00e4llt, wurde im Hinblick darauf gemacht, Unterst\u00fctzung in der griechischen Gesellschaft zu gewinnen \u2013 als eine Art Versuch, mit dem Gef\u00fchl der nationalen Solidarit\u00e4t zu spielen. Sie spiegelt jedoch nicht die tats\u00e4chliche Situation wider, insofern das Patriarchat von Konstantinopel gegen\u00fcber den anderen griechischen Kirchen nicht weniger brutal agierte als in Bezug auf die Russische Kirche.<\/p>\n<p>So hat z.B. Patriarch Bartholomaios 2003 pl\u00f6tzlich von der Orthodoxen Kirche von Griechenland verlangt, 36 Di\u00f6zesen in den sogenannten \u201eneuen Territorien\u201c Griechenlands seiner Kontrolle zu \u00fcbergeben \u2013 zumindest, was die Bischofsernennungen f\u00fcr diese Eparchien anbelangt. Die Synode der Kirche von Griechenland hat diese Forderung abgelehnt, und ihr damaliger Vorsteher, der Erzbischof von Athen Christodoulos, erkl\u00e4rte, dass eine derartige Unterordnung die Tatsache der autokephalen Existenz der Orthodoxen Kirche von Griechenland selbst diskreditiere.<\/p>\n<p>Nachdem neue Bisch\u00f6fe f\u00fcr diese Di\u00f6zesen ohne seine Zustimmung ernannt worden waren, verk\u00fcndete Patriarch Bartholomaios am 30. April 2004 den Bruch der eucharistischen Kommunio mit der Kirche von Griechenland. Als die Russische Kirche j\u00fcngst die Kommunio mit Konstantinopel als Protest und letztes Mittel zur Mahnung gegen die gesetzlose Invasion in ihr kanonisches Gebiet abbrach, kritisierten viele die Entscheidung als zu drastisch. Aber das Patriarchat von Konstantinopel hat dieselbe Ma\u00dfnahme des Drucks selbst gegen eine andere \u2013 zudem auch noch griechische \u2013 Ortskirche benutzt.<\/p>\n<p>Und die Kirche von Griechenland hat diesem Druck nicht standgehalten und sich letztlich unterworfen, indem sie die \u201eneuen Territorien\u201c der Verwaltung durch das Patriarchat von Konstantinopel \u00fcbergab. Lag es daran, dass ihre Bisch\u00f6fe von der Richtigkeit der Handlungen von Patriarch Bartholomaios \u00fcberzeugt worden waren? Nein! Die Griechische Kirche bezeichnete ihre Entscheidung als \u201eeinen Akt des Opfers zur Erhaltung des Friedens der Kirche&#8221;.<\/p>\n<p>Hat aber dieses Opfer tats\u00e4chlich geholfen, den Frieden zu erhalten? Leider nicht. Sogar die oben genannten historischen Fakten zeigen, dass die von verschiedenen Kirchen gemachten Opfer und Konzessionen den Appetit der Patriarchen von Konstantinopel nicht stillten, sondern diesen nur noch mehr entz\u00fcndeten und ihn zu neuen Invasionshandlungen ermunterten.<\/p>\n<p>Nach dem Einbruch ins kanonische Territorium der Kirche von Griechenland ist nun eine noch umfangreichere und offenkundigere Invasion in das kanonische Gebiet der Russischen Orthodoxen Kirche erfolgt, und zwar in das Gebiet der autonomen Ukrainischen Kirche. Und was w\u00e4re, wenn die Russische Kirche in diesem Konflikt nach dem Beispiel der Kirche von Griechenland gehandelt h\u00e4tte? H\u00e4tte es den Appetit des Patriarchen von Konstantinopel gestillt und k\u00f6nnte man erwarten, dass keine andere Kirche von seiner Seite mehr einer solchen Gewalt ausgesetzt wird? Dass mit der Ukraine alles zu Ende ist?<\/p>\n<p>Leider nicht. Patriarch Bartholomaios hat schon angedeutet, dass er vorhabe, etwas \u00e4hnliches auch in Makedonien zu tun, welches kanonisches Gebiet der Serbischen Orthodoxen Kirche ist. Von Anfang an wurden beide Fragen \u2013 die ukrainische und die makedonische \u2013 zusammen behandelt.<\/p>\n<p>Am 9. April 2018 hat sich der Pr\u00e4sident der Ukraine Petro Poroschenko mit Patriarch Bartholomaios getroffen, und am 10. der Pr\u00e4sident von Makedonien Gjorge Ivanov. Beide Pr\u00e4sidenten haben um einen kanonischen Status f\u00fcr die schismatischen Gemeinschaften ihrer L\u00e4nder gebeten. Und beide Pr\u00e4sidenten gaben am Ende ihrer Treffen mit dem Patriarchen optimistische Prognosen ab.<\/p>\n<p>Am 30. Mai nahm die Synode des Patriarchats von Konstantinopel die \u201ePr\u00fcfung des Status&#8221; der schismatischen \u201eMakedonischen Orthodoxen Kirche&#8221; an, die genauso wie die ukrainischen Schismatiker einen Antrag auf Anerkennung stellte. Und am 11. Juni erkl\u00e4rte Patriarch Bartholomaios \u00f6ffentlich: \u201eWenn die Mutterkirche nach Wegen zur Rettung unserer Br\u00fcder aus der Ukraine und aus Skopje sucht, erf\u00fcllt sie ihre apostolische Pflicht. Unsere Pflicht und Verantwortung besteht darin, diese V\u00f6lker wieder zur kirchlichen Wahrheit und kanonischen Ordnung zur\u00fcckzuf\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Alle diese Schritte wiesen darauf hin, dass Konstantinopel eine gleichzeitige Invasion in die Ukraine und in Makedonien intendiert, und zwar mit der Anerkennung der dortigen Schismatiker &#8211; gegen den Willen der Ortskirchen, deren kanonisches Territorium die erw\u00e4hnten L\u00e4nder sind. Allem Anschein nach haben gerade die \u00e4u\u00dferst harte Position der Russischen Orthodoxen Kirche, die sie in Bezug auf die Invasion in die Ukraine eingenommen hatte, sowie die offene Unzufriedenheit seitens anderer Ortskirchen Patriarch Bartholomaios jedoch gezwungen, den Einbruch in das Territorium der Serbischen Kirche zu verschieben. Es wurde beschlossen, zu der bereits bew\u00e4hrten Taktik zur\u00fcckzukehren, indem man die Ortskirchen einzeln zerst\u00f6rt. Es steht aber fest, dass, wenn die Weltorthodoxie die in der Ukraine begangene Gesetzlosigkeit in Kauf nimmt, auch Makedonien an die Reihe kommt.<\/p>\n<p>Aber wird die Kirche in Makedonien die letzte sein? Das ist eine rhetorische Frage, denn die Antwort liegt auf der Hand: Keine Ortskirche ist sicher vor der Invasion durch Konstantinopel. Wenn es auch gegenw\u00e4rtig dazu keine Voraussetzungen daf\u00fcr gibt, wie beispielsweise in Rum\u00e4nien und in Bulgarien, so werden es Patriarch Bartholomaios oder seine Nachfolger ohne Zweifel nutzen, wenn sich die Situation \u00e4ndert und sich die Gelegenheit ergibt.<\/p>\n<p>Nach der Serbischen Kirche kommt h\u00f6chstwahrscheinlich wegen der komplizierten Lage in Abchasien das Territorium der Georgischen Orthodoxen Kirche an die Reihe, wo es schon Schismatiker gibt, die eine L\u00f6sung der dortigen kirchlichen Frage durch die Anrufung des Patriarchats von Konstantinopel verfechten. Sie haben bereits die \u201eHeilige Metropolie Abchasiens\u201c proklamiert, haben schon 2012 Patriarch Bartholomaios besucht und 2016 an ihn wiederholt eine Bitte \u201eum L\u00f6sung des abchasischen Kirchenproblems\u201c gerichtet.<\/p>\n<p>In den geopolitischen Bedingungen von heute ist eine solche Invasion zwar kaum wahrscheinlich, wenn sich k\u00fcnftig aber diese Bedingungen \u00e4ndern, so wird es zweifellos geschehen und nichts wird den Patriarchen von Konstantinopel hindern, erneut zu sagen, dass er \u201eseine apostolische Pflicht erf\u00fcllt\u201c zur \u201eRettung unserer Br\u00fcder\u201c aus Abchasien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0\u201eDie neue ekklesiologische Konzeption\u201c<\/strong><\/p>\n<p><em>Die Synode (Synaxis) des Patriarchats von Konstantinopel<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Kommen wir nun zur zweiten Frage: Was steckt hinter allen diesen Handlungen der Patriarchen von Konstantinopel? Warum halten sie sich f\u00fcr berechtigt, auf diese Weise zu handeln und welchen Zwecke verfolgen sie dabei? Um diese Frage beantworten zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir nicht zu Verschw\u00f6rungstheorien greifen oder Mutma\u00dfungen anstellen; es gen\u00fcgt jene Worte zu beachten, welche \u00f6ffentlich vorgetragen worden sind.<\/p>\n<p>Hinter allen oben genannten Expansionsf\u00e4llen sowie vielen anderen, die wir der K\u00fcrze des Textes willen nicht erw\u00e4hnt haben, steckt eine ekklesiologische Sonderlehre von der exklusiven Stellung des Patriarchen von Konstantinopel in der Orthodoxen Kirche.<\/p>\n<p>Anfang September hat Patriarch Bartholomaios in der Bischofssynode des Patriarchats von Konstantinopel erkl\u00e4rt, dass \u201ef\u00fcr die Orthodoxie das Patriarchat von Konstantinopel als der Sauerteig dient, der <em>den ganzen Teig <\/em>(Gal. 5, 9) der Kirche und der Geschichte durchs\u00e4uert &#8230; der Beginn der Orthodoxen Kirche ist das \u00d6kumenische Patriarchat, \u201ain ihm ist das Leben und dieses Leben ist das Licht der Kirchen\u2019. &#8230; Die Orthodoxie kann nicht ohne das \u00d6kumenische Patriarchat existieren &#8230; der \u00d6kumenische Patriarch ist wie der Kopf des orthodoxen Leibes &#8230; wenn das \u00d6kumenische Patriarchat die interorthodoxe B\u00fchne verl\u00e4sst, so werden die Ortskirchen <em>\u201awie Schafe, die keinen Hirten haben\u2019<\/em> (Mt 9, 36).\u201c<\/p>\n<p>Man kann dies mit den Aussagen anderer Vertreter des Patriarchats von Konstantinopel erg\u00e4nzen. So z. B. den Worten des Metropoliten von Adrianopolis Amphilochios: \u201eWas w\u00e4re die Orthodoxe Kirche ohne das \u00d6kumenische Patriarchat? Eine Art Protestantismus &#8230; es ist unglaubw\u00fcrdig, dass eine Ortskirche &#8230; die Kommunio mit dem \u00d6kumenischen Patriarchat abbricht, denn aus ihm flie\u00dft die Kanonizit\u00e4t ihrer Existenz&#8221;.<\/p>\n<p>Und so sagt Protopresbyter Georgios Tsetsis: \u201eDer Patriarch von Konstantinopel &#8211; ob man es mag oder nicht &#8211; ist der Vorsteher der Orthodoxie, das sichtbare Zeichen ihrer Einheit und der Garant eines normalen Funktionierens der Institution, die wir \u201aOrthodoxe Kirche\u2019 nennen\u201c.<\/p>\n<p>Wie wir sehen, ist die Angelegenheit sehr weit gediehen. Wenn alles mit Behauptungen begann, dass ihm alle Kirchen in der Diaspora untergeordnet sein m\u00fcssen, so stellt sich nun heraus, dass der Konstantinopler Patriarch der Vorsteher der ganzen Orthodoxie ist, der Kopf des orthodoxen K\u00f6rpers, welchem alle Bisch\u00f6fe aller Kirchen jurisdiktionell untergeordnet sind, und die Vorsteher der \u00fcbrigen Kirchen sind f\u00fcr ihn wie Schafe ohne Hirten. Und ohne ihn w\u00e4re die Orthodoxe Kirche \u00fcberhaupt nicht orthodox.<\/p>\n<p>Ist es das, woran alle, immer und \u00fcberall geglaubt haben? Erstaunen diese Behauptungen nicht jeden, der wenigstens ein wenig die Kirchengeschichte kennt? Wie bekannt, wurden sogar die Anspr\u00fcche auf einen exklusiven Primat des Bischofs von Rom von der orthodoxen Welt als H\u00e4resie abgelehnt, doch die Bisch\u00f6fe von Konstantinopel haben noch weniger Grundlagen f\u00fcr derartigen Anspr\u00fcche. Zumindest deswegen, weil bis zum IV. Jahrhundert Konstantinopel noch gar nicht existierte. Wer war denn dann damals der Beginn, der Sauerteig, das Leben und das Licht der Kirche? Die Kirche ist zu einer ruhmvollen Zeitepoche ihrer Geschichte gut ohne das Patriarchat von Konstantinopel ausgekommen. Aber auch nach der Entstehung des Stuhls von Konstantinopel hatten ihn mehrfach H\u00e4retiker inne, wie wohl bekannt ist. Es w\u00e4re kein Fehler sein zu sagen, dass der Konstantinopler Stuhl h\u00e4ufiger von H\u00e4retikern besetzt wurde als jeder andere alte Patriarchenthron. Und diese Perioden dauerten jahrelang, manchmal jahrzehntelang. Wie kann man dann noch sagen, dass die Orthodoxie ohne das \u00d6kumenische Patriarchat nicht existieren kann und dass gerade von ihm andere Kirchen ihren kanonischen Status bekommen? Im Gegenteil: In jener Zeit wurden Kanonizit\u00e4t und Zugeh\u00f6rigkeit zur Orthodoxie durch die fehlende Verbindung mit dem Thron von Konstantinopel (und nat\u00fcrlich durch die Bewahrung der Reinheit des Glaubens) bestimmt.<\/p>\n<p>Wie man m\u00fchelos sehen kann, haben wir es mit einer neuen und falschen Lehre zu tun, die vom \u00d6kumenischen Patriarchat verk\u00fcndigt wird. Gerade diese Lehre ist die Quelle und zugleich theoretische Begr\u00fcndung f\u00fcr alle seine antikanonischen Invasionen im vergangenen Jahrhundert, beginnend mit Finnland und schlie\u00dfend mit der Ukraine.<\/p>\n<p>Jegliche neue Irrehre, die in der Kirche auftauchte, stie\u00df auf Abwehr und Kritik \u00a0&#8211; so wird es auch mit der hier diskutierten Lehre sein.<\/p>\n<p>Der heilige Bekenner-Patriarch von Moskau Tichon hat noch 1924 dem Patriarchen von Konstantinopel Gregorios VII. geschrieben: \u201eWir waren sehr verwirrt und erstaunt, dass &#8230; das Haupt der Konstantinopler Kirche, ohne vorherigen Kontakt mit uns als dem gesetzgem\u00e4\u00dfen Vertreter und Haupt der ganzen Russischen Orthodoxen Kirche, sich ins Innenleben und Angelegenheiten der Autokephalen Russischen Kirche einmischt. Die heiligen Konzilien (siehe die 2. und die 3. Regel des II. \u00d6kumenischen Konzils u.a.) haben dem Bischof von Konstantinopel immer nur den Ehrenprimat zuerkannt, haben aber f\u00fcr ihn keinen Machtprimat anerkannt und erkennen ihn nicht an\u201c.<\/p>\n<p>Dies wurde als Antwort darauf gegeben, dass der Patriarch von Konstantinopel die damals von der kommunistischen Macht unterst\u00fctzten Schismatiker-Erneuerer anerkannt und den hl. Tichon aufgerufen hatte, zur\u00fcckzutreten und das Patriarchenamt in der Russischen Kirche abzuschaffen.<\/p>\n<p>Der hl. Ioann Maksimowitsch wiederum hat 1938 angemerkt, dass die Entstehung der erw\u00e4hnten Irrlehre in die Zeit fiel, da das Patriarchat von Konstantinopel fast sein ganzes Kirchenvolk auf seinem kanonischen Territorium als Ergebnis der Kriege zu Beginn des XX. Jahrhunderts verloren hatte. So beschlossen die Patriarchen von Konstantinopel, ihre Verluste durch die Expansion in andere Kirchen auszugleichen.<\/p>\n<p>Nach den Worten des hl. Ioann wollte \u201edas \u00d6kumenische Patriarchat den Verlust von Di\u00f6zesen, die aus seinem Machtbereich ausgeschieden waren, und den Verlust seiner politischen Bedeutung innerhalb der T\u00fcrkei dadurch ausgleichen, dass es sich Regionen unterwirft, wo es bisher keine orthodoxe Hierarchie gab, sowie die Kirchen jener Staaten, wo die Regierung nicht-orthodox ist &#8230; Zugleich erfolgte die Unterwerfung einzelner Teile der Russischen Orthodoxen Kirche, welche von Russland abgetrennt worden sind &#8230; Ihre W\u00fcnsche nach Unterordnung der russischen Regionen ausweitend, begannen die Konstantinopler Patriarchen sogar die Illegalit\u00e4t des Beitritts Kiews zum Moskauer Patriarchat zu behaupten. &#8230; Ein weiterer konsequenter Schritt von Seiten des \u00d6kumenischen Patriarchat w\u00e4re es, ganz Russland als unter der Konstantinopler Jurisdiktion stehend zu proklamieren\u201c.<\/p>\n<p>In der Praxis jedoch bietet, wie der hl. Ioann sagt, \u201edas \u00d6kumenische Patriarchat&#8230;., das die Bedeutung als S\u00e4ule der Wahrheit verloren hat und selbst zur Quelle der Spaltung geworden ist und gleichzeitig von exorbitanter Machtgier ergriffen wird, ein erb\u00e4rmliches Spektakel, das an die schlimmsten Zeiten der Geschichte des Konstantinopler Stuhls erinnert\u201c.<\/p>\n<p>Noch bestimmter benannte das erw\u00e4hnte Problem der Sch\u00fcler des ehrw\u00fcrdigen Siluan vom Athos, Archimandrit Sofronij (Sacharow). Er hat 1950 geschrieben: \u201eZurzeit ist im Scho\u00dfe unserer Heiligen Kirche die gro\u00dfe Gefahr der Perversion der dogmatischen Lehre dar\u00fcber aufgekommen&#8230; Ihr fragt: Wo ist nun diese Verzerrung sichtbar? Wir antworten: im Konstantinopler Neopapismus, der versucht, von der theoretischen Phase schnell in die praktische \u00fcberzugehen&#8230;<\/p>\n<p>(Die Anh\u00e4nger dieser Lehre) haben zun\u00e4chst das Jurisdiktionsvorrecht von Konstantinopel anerkannt &#8230; anschlie\u00dfend haben sie sein Recht als h\u00f6chste Appellationsinstanz\u00a0 in der Weltkirche geltend gemacht, wobei sie vergessen, dass derartige Anspr\u00fcche Roms gerade zur gro\u00dfen und endg\u00fcltigen Kirchentrennung gef\u00fchrt haben (1054) &#8230; Indem sie das r\u00f6misch-katholische Entwicklungsprinzip verk\u00fcnden, haben sie f\u00fcr Konstantinopel ein exklusives Recht auf die ganze Weltdiaspora proklamiert, indem sie dasselbe den \u00fcbrigen autokephalen Kirchen gegen\u00fcber ihren Diasporen aberkennen &#8230; Konstantinopel betrachtet die anderen autokephalen Kirchen als ihm gegen\u00fcber Niedrigstehendere: Konstantinopel sei alles, es sei die Universalkirche, und die anderen seien nur Teile, und sie geh\u00f6rten zur Unversalkirche nur aufgrund ihrer Verbindung mit Konstantinopel.<\/p>\n<p>Welch echter Christ akzeptiert diese Worte? Und wenn, angenommen, kraft der einen oder anderen Katastrophe das Erste und das Zweite Rom von der Erde verschwinden w\u00fcrden, bliebe dann die Welt ohne wahre Verbindung mit Gott, sofern die uns mit ihm verbindenden Kettenglieder verschwunden sind? Nein, das ist eine fremde Stimme (Jo 10, 5). Das ist nicht unser christlicher Glaube.<\/p>\n<p>Sollte man noch sagen, dass diese Form des Papismus auch eine ekklesiologische H\u00e4resie ist, ebenso wie der r\u00f6mische Papismus? Wir lehnen jegliches \u201aRom\u2019 ab\u00a0 \u2013 das Erste und das Zweite und das Dritte &#8211; wenn es darum geht, das Prinzip der Unterordnung in die Existenz unserer Kirche einzuf\u00fchren. Wir lehnen den R\u00f6mischen, den Konstantinopler, den Moskauer, den Londoner, den Pariser, den New Yorker und jeden anderen Papismus ab als eine ekklesiologische H\u00e4resie, die das Christentum entstellt\u201c.<\/p>\n<p>Von diesem Problem haben nicht nur russische Kirchenautoren geschrieben, sondern auch die aus anderen Ortskirchen. So bemerkt z. B. Erzpriester Radomir Popowitsch aus der Serbischen Kirche nach der Darstellung der erw\u00e4hnten Lehre der Kirche von Konstantinopel, dass \u201ediese Denkweise an jene erinnert, die in Rom existiert &#8230; es geht hier bereits nicht nur um einen Ehrenprimat des Bischofs von Konstantinopel, sondern auch um ein ganzes Paket von Vorrechten exklusiver Autorit\u00e4t praktisch \u00fcber die ganze orthodoxe Welt. Dies ist leider identisch mit den Anspr\u00fcchen des r\u00f6mischen Bischofs, so sprechen viele zu Recht vom Erscheinen eines neuen Papstes\u201c.<\/p>\n<p>Da sind weiter die Worte eines Bischofs der Kirche von Antiochien, des Erzbischofs von Australien und Neuseeland Paulus: \u201eIn informierten Kreisen ist gut bekannt, dass der Patriarch von Konstantinopel in der Kirchenhierarchie der Orthodoxen Kirche nicht dieselbe Stellung hat, welche der Bischof von Rom in der Katholischen Kirche innehat. Der Patriarch von Konstantinopel ist kein Papst von Rom im Osten. Auch ist in informierten orthodoxen Kreisen wohl bekannt, dass Patriarchen von Konstantinopel von \u00d6kumenischen und von anderen Ortskonzilien zu H\u00e4retikern erkl\u00e4rt wurden &#8230; der Patriarch von Konstantinopel ist nicht die Stimme der Orthodoxie und darf nicht die Normen in der Orthodoxie festlegen\u201c.<\/p>\n<p>Seine Nichtzustimmung zu den Handlungen des Patriarchen Bartholomaios, die den heiligen Kanones widersprechen, Anfechtungen und Schismen erzeugen, hat auch der Metropolit von Kitira und Antikitira Seraphim aus der Kirche von Griechenland in seiner Erkl\u00e4rung ausgesprochen.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte noch mehr derartige Bewertungen anf\u00fchren, auch von Vertretern anderer Ortskirchen. Aber die Ablehnung der genannten falschen Lehre des Patriarchats von Konstantinopel beschr\u00e4nkt sich nicht nur auf Worte von einzelnen Hierarchen und Priestern: Ihre konziliare Verurteilung hat bereits stattgefunden. Das geschah 2008 bei der Bischofssynode der Russischen Orthodoxen Kirche. In einer speziellen Erkl\u00e4rung wurde dazu gesagt:<\/p>\n<p>\u201eDie Synode bringt ein tiefes Bedenken in Bezug auf die Tendenzen &#8230; zum Ausdruck, die in den Ansprachen etlicher Repr\u00e4sentanten der Heiligen Kirche von Konstantinopel vorkommen.<\/p>\n<p>Indem diese Bisch\u00f6fe und Theologen von einem Verst\u00e4ndnis der 28. Regel des IV. \u00d6kumenischen Konzils ausgehen, das die F\u00fclle der Orthodoxen Kirche nicht teilt, entwickeln sie eine neue ekklesiologische Konzeption, welche zur Herausforderung f\u00fcr die gesamtorthodoxe Einheit wird. Laut dieser Konzeption: a) wird nur diejenige Ortskirche als der Weltorthodoxie zugeh\u00f6rend betrachtet, die in Kommunio mit dem Konstantinopler Stuhl steht; b) hat das Patriarchat von Konstantinopel ein exklusives kirchliches Jurisdiktionsrecht in allen L\u00e4nder der orthodoxen Diaspora; c) vertritt in diesen L\u00e4ndern das Patriarchat von Konstantinopel alleine die Meinungen und Interessen aller Ortskirchen vor der Staatsmacht; d) befindet sich jeder Bischof oder Kleriker, der seinen Dienst au\u00dferhalb des kanonischen Gebietes seiner Ortskirche tr\u00e4gt, unter der kirchlichen Jurisdiktion von Konstantinopel, auch wenn ihm dieses selbst nicht bewusst ist &#8230;; e) bestimmt das Patriarchat von Konstantinopel die geographischen Grenzen der Kirchen und darf, wenn seine Meinung mit der Meinung der einen oder anderen Kirche zu der betreffenden Frage nicht \u00fcberein stimmt, auf dem Gebiet dieser Kirche seine eigene Jurisdiktion etablieren &#8230;<\/p>\n<p>Eine solche Vision der eigenen Rechte und Vollmachten des Patriarchats von Konstantinopel steht in einem un\u00fcberbr\u00fcckbaren Widerspruch zur jahrhundertelangen Tradition des Kirchenrechtes, auf der die Existenz der Russischen Orthodoxen und anderer Ortskirchen beruht\u201c.<\/p>\n<p>Obgleich in diesem konziliaren Beschluss das Wort \u201eH\u00e4resie\u201c aus Oikonomia selbst nicht ausgesprochen wird, wird dennoch die abgelehnte und verurteilte Lehre als eine \u201eneue ekklesiologische Konzeption\u201c bezeichnet, was das Problem als ein zum Bereich der Dogmen und nicht nur der Kanones geh\u00f6rendes markiert, denn die Ekklesiologie (die Lehre \u00fcber die Kirche) ist Teil der Dogmatik. 2013 hat der Heilige Synod der Russischen Orthodoxen Kirche das Dokument \u201eZur Frage des Primats in der Universalkirche\u201c verabschiedet, in dem er klarmacht, warum er die neue Lehre des Patriarchats von Konstantinopel nicht akzeptiert:<\/p>\n<p>\u201eIn der Heiligen Kirche Christi geh\u00f6rt der Primat in allem ihrem Haupt \u2013 dem HERRN und Erl\u00f6ser Jesus Christus &#8230; Die unterschiedlichen Formen des Primats in der Kirche sind sekund\u00e4r gegen\u00fcber dem ewigen Primat Christi als des Hauptes der Kirche &#8230; Auf der Ebene der Universalkirche als der Gemeinschaft der autokephalen Ortskirchen, die durch das gemeinsame Glaubensbekenntnis in eine Familie vereint und miteinander in der sakramentalen Kommunion sind, wird der Primat in \u00dcbereinstimmung mit der Tradition der heiligen Diptychen definiert und ist ein Primat der Ehre. &#8230; Die Ordnung der Diptychen wurde in der Geschichte ver\u00e4ndert &#8230; Die kanonischen Regeln, auf die sich die heiligen Diptychen st\u00fctzen, statten den Ersten nicht mit irgendwelchen Vollmachten im gesamtkirchlichen Ma\u00dfstab aus &#8230; Die ekklesiologischen Entstellungen, die dem Ersten Bischof Steuerungsfunktionen auf der universalen Ebene zuschreiben, &#8230; haben die Bezeichnung \u201aPapismus\u2019 bekommen\u201c.<\/p>\n<p>Auch im neuerlichen Statement des Heiligen Synods der Russischen Orthodoxen Kirche vom 14. September 2018 werden die oben genannten Worte aus der Ansprache des Patriarchen von Konstantinopel so kommentiert: \u201eEs f\u00e4llt schwer, diese \u00c4u\u00dferungen anders zu bewerten als einen Versuch, die orthodoxe Ekklesiologie nach dem r\u00f6misch-katholischen Modell umzugestalten &#8230; durch Anstrengungen, die eigenen nichtexistenten und nie existiert habenden Machtbefugnisse in der Orthodoxen Kirche zu festigen\u201c.<\/p>\n<p>Alle oben angef\u00fchrten Zitate beweisen, dass das Entstehen einer neuen Irrlehre, welche das Dogma \u00fcber die Kirche entstellt, nicht unbemerkt geblieben ist: Um diese anzuprangern, haben sowohl einzelne Autoren als auch Konzilien ihre Stimme erhoben.<\/p>\n<p>Es ist sehr traurig zu erkennen, dass der alte Konstantinopler Stuhl erneut von der H\u00e4resie angesteckt ist, aber das ist mehr als ein blo\u00dfer Verdacht \u2013 das ist ein mehrfach bezeugtes Faktum. Gerade diese H\u00e4resie treibt, wie wir bereits betont haben, die Patriarchen von Konstantinopel dazu, unkanonische Handlungen zu begehen, die auf die Festigung eben jener Macht in der Orthodoxen Kirche ausgerichtet sind, die sie sich selbst zuschreiben. Und dieser Prozess wird weder in der Ukraine noch in Makedonien zu Ende sein, solange nicht alle Kirchen ihre Auslandsgemeinden an Konstantinopel \u00fcbergeben haben und seine Anspr\u00fcche bejahen.<\/p>\n<p>Dieses Problem kann nicht mit diplomatischen Mitteln, mit Kompromissen und Bem\u00fchungen um eine Einigung gel\u00f6st werden. All dies hat zu keinen positiven Ergebnissen gef\u00fchrt. Mit den Worten des heiligen Markos von Ephesus: \u201eNichts, was sich auf die Kirche bezieht, wird jemals durch Kompromisse korrigiert: Es gibt nichts in der Mitte zwischen Wahrheit und L\u00fcgen&#8221;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Es bedarf eines Gesamtorthodoxen Konzils<\/strong><\/p>\n<p>Wie immer in der Kirche wird ein dogmatisches Problem nur durch die konziliare Verurteilung der H\u00e4resie und der H\u00e4retiker geheilt, durch ihre Absetzung und durch Einsetzung orthodoxer Bisch\u00f6fe auf den von den H\u00e4retikern besetzten St\u00fchlen. Dieser Weg ist zweifellos schmerzhaft, aber nur er f\u00fchrt zur Heilung des Leibes der Kirche. Und die zeitgen\u00f6ssischen Ereignisse zeigen, dass die Weigerung, dieses Problem kirchlich zu l\u00f6sen, auch nicht schmerzfrei ist. So schmerzt es bereits die Gl\u00e4ubigen der kanonischen Kirche in der Ukraine. Aber sie k\u00f6nnten die letzten Opfer sein, wenn alle Ortskirchen den Willen zu einer gemeinsamen konziliaren Verurteilung des neuen Papismus finden. Und es ist notwendig, ein f\u00fcr allemal alles Hinkriechen zum Papismus zu verurteilen, damit in Zukunft ihm keine Kirche mehr verf\u00e4llt, dass niemand sonst dem ersten und zweiten Rom folgt.<\/p>\n<p>Ein Panorthodoxes Konzil muss einberufen werden, das sowohl die neue Lehre selbst wie auch ihre praktischen Auswirkungen in Gestalt gesetzloser Invasionen in die Gebiete anderer Kirchen n\u00fcchtern beurteilt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es unwahrscheinlich, dass ein solches Konzil von Patriarch Bartholomaios besucht wird, denn als Teil seiner falschen Lehre proklamiert er die Idee, dass nur er alle orthodoxen Konzilien einberufen kann. So k\u00f6nnte er von niemandem gerichtet werden, denn es ist offensichtlich, dass Patriarch Bartholomaios selbst niemals ein Konzil einberufen wird, um seine Reden und Taten zu beurteilen.<\/p>\n<p>Diese Idee widerspricht der Geschichte: Kein \u00d6kumenisches Konzil ist vom Patriarchen von Konstantinopel einberufen worden; etliche Bisch\u00f6fe dieses Stuhls sind dar\u00fcber hinaus von manchen Konzilien abgesetzt und als H\u00e4retiker exkommuniziert worden. Und auch nach dem Zeitalter der \u00d6kumenischen Konzilien hat die Kirche bedarfsweise die richterliche Gewalt \u00fcber die Patriarchen von Konstantinopel ausge\u00fcbt. So hat z. B. nach dem Abschluss der Union von Ferrara-Florenz 1443 ein Konzil mit den drei \u00f6stlichen Patriarchen in Jerusalem stattgefunden, welches den H\u00e4retiker-Patriarchen Mitrophanes abgesetzt hat. Zu dieser Zeit war der Erste der Ehre nach in der Orthodoxen Kirche der Patriarch von Alexandrien geworden, solange, bis wieder ein orthodoxer Patriarch auf den Konstantinopler Stuhl gesetzt wurde.<\/p>\n<p>Patriarch Bartholomaios hat 2005 ein gesamtorthodoxes Konzil einberufen, bei welchem er die Absetzung des Patriarchen von Jerusalem Irenaios erlangt hat, obwohl die Handlungen, derer dieser angeklagt wurde, keine kanonischen Verbrechen waren, die eine Absetzung und noch weniger die nachfolgende Laisierung erfordert h\u00e4tten. Die Handlungen und Behauptungen von Patriarch Bartholomaios selbst verdienen wesentlich mehr eine unbefangene Behandlung bei einem Panorthodoxen Konzil.<\/p>\n<p>Und eine solche unparteiische Untersuchung sollte sicherlich die Tatsache ber\u00fccksichtigen, dass die von den Patriarchen von Konstantinopel seit 1922 gef\u00f6rderte falsche Lehre dem Glauben ihrer alten Vorg\u00e4nger auf diesem Stuhl widerspricht.<\/p>\n<p>So hat Patriarch Germanos II. (1222-1240) beispielsweise gesagt: \u201eEs gibt f\u00fcnf Patriarchate mit bestimmten Grenzen f\u00fcr jeden von ihnen, aber in der Zwischenzeit ist unter ihnen k\u00fcrzlich ein Schisma entstanden, dessen Anfang von einer frechen Hand gelegt wurde, die nach Dominanz und Herrschaft in der Kirche strebte. Das Haupt der Kirche ist Christus, aber jede Herrschaftserlangung steht im Widerspruch zu seiner Lehre&#8221;. Leider haben sich seine modernen Nachfolger daf\u00fcr entschieden, selbst die Herrschaft in der Kirche zu erlangen, indem sie offensichtlich dachten, dass es den Orthodoxen nicht gen\u00fcgt, unter der Herrschaft Christi zu stehen.<\/p>\n<p>Dabei haben die Patriarchen von Konstantinopel im Altertum klar gesagt, dass sie dem Primat des r\u00f6mischen Papstes nicht aus dem Motiv heraus entgegenwirkten, einen eigenen Primat zu behaupten. Patriarch Nilos Kerameus (1380-1388) schrieb so an Papst Urban VI.: \u201eEs ist ungerecht, wenn Etliche \u00fcber uns sagen, wir wollten den Primat haben\u201c. Der heutige Patriarch hat die Worte seiner Vorg\u00e4nger zu Schanden gemacht, da er diese Anschuldigungen leider als v\u00f6llig gerechtfertigt erscheinen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Weiter sind da noch die Worte aus der Enzyklika der vier Patriarchen von 1848: \u201eDie W\u00fcrde des r\u00f6mischen Stuhls besteht nicht in der Herrschaft und in der Hegemonie, die Petrus selbst nie bekommen hatte, sondern in der br\u00fcderlichen Seniorit\u00e4t in der Universalkirche und in dem Vorteil, der den P\u00e4psten wegen der Ber\u00fchmtheit und des Alters ihrer Stadt einger\u00e4umt wurde &#8230; bei uns hat die Orthodoxie die katholische Kirche als die unbefleckte Braut f\u00fcr ihren Br\u00e4utigam bewahrt, obwohl wir keine weltliche Aufsicht oder \u201aheilige Verwaltung\u2019 haben, wir sind nur durch das Band der Liebe und des Flei\u00dfes gegen\u00fcber der gemeinsamen Mutter vereint, in der Einheit des Glaubens, der mit sieben Siegeln des Geistes besiegelt ist (Offb 5, 1), d.h. mit sieben \u00d6kumenischen Konzilien und im Gehorsam gegen\u00fcber der Wahrheit\u201c.<\/p>\n<p>Unter diesen Worten steht die Unterschrift des Konstantinopler Patriarchen Anthimos VI., welcher, wie seine alten Vorg\u00e4nger, dieselbe Ansicht in Bezug auf die Frage nach dem Primat in der Kirche teilte, die die Russische Orthodoxe Kirche heute ausdr\u00fcckt. Von diesem Glauben hat sich das derzeitige Patriarchat von Konstantinopel abgekehrt, und zwar so deutlich, dass es ihn offen kritisiert und sogar als Ketzerei bezeichnet, wie es aus den Worten des ehemaligen Sekret\u00e4rs des Synods des Patriarchats von Konstantinopel Archimandrit Elpidophoros (Lambriniadis, heute Metropolit von Boursa) ersichtlich ist, der verk\u00fcndet hat, dass \u201edie Weigerung, einen Primat in der Orthodoxen Kirche anzuerkennen, den Primat, der nur durch den Ersten verk\u00f6rpert werden kann, nichts weniger ist als H\u00e4resie\u201c.<\/p>\n<p>Sogar die R\u00f6mische Kirche hat mehr Zeit gebraucht, um zur Dogmatisierung der Lehre \u00fcber den p\u00e4pstlichen Primat zu kommen.<\/p>\n<p>Es ist zu bedauern, dass man gerade in den griechischen Kirchen die Entstehung dieser H\u00e4resie \u00fcbersehen hat. Es gab einen gewissen Widerstand im Patriarchat von Alexandrien Mitte des XX. Jahrhunderts, der anschlie\u00dfend aufh\u00f6rte &#8211; wobei man Patriarch Bartholomaios sehr schwer als eine popul\u00e4re Gestalt bezeichnen kann und es nicht wenige kritische Materialien \u00fcber ihn in griechischer Sprache gibt. Er wird kanonischer Verbrechen und verschiedener H\u00e4resien angeklagt, aber dar\u00fcber, dass man ihn der H\u00e4resie des Neopapismus bezichtigt, finden wir auf Griechisch fast nichts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Papismus in den Dokumenten des ber\u00fcchtigten Konzils auf Kreta<\/strong><\/p>\n<p><em>Das kretische Konzil<\/em><\/p>\n<p>Betrachten wir das traurig ber\u00fchmte Konzil auf Kreta, das zum Grund so vieler \u00c4rgernisse und Trennungen wurde. Mit wie viel Kritik ihm gegen\u00fcber haben sich die intelligentesten Menschen ge\u00e4u\u00dfert! Man hat es sogar dogmatischer Irrt\u00fcmer in seinen Dokumente bschuldigt, dabei hat aber niemand die vielfachen Metastasen der H\u00e4resie des Konstantinopler Papismus bemerkt, die in verschiedenen Konzilsdokumente eingedrungen sind &#8211; obwohl dieses Konzil unserer \u00dcberzeugung nach in der Tat gerade f\u00fcr eine gesamtorthodoxe Anerkennung der eigenm\u00e4chtig angeeigneten Privilegien des Patriarchen von Konstantinopel einberufen wurde. Seine Akten haben f\u00fcr jede andere Orthodoxe Ortskirche keinen Wert, l\u00f6sen keines der aktuellen gesamtorthodoxen Probleme. Aber es ist in den Konzilsdokumenten nicht wenig zugunsten des Patriarchats von Konstantinopel festgeschrieben, und im Folgenden werden wir einige Beispiele nennen.<\/p>\n<p>Hier sollte man vorwegnehmen, dass die Papismusversion Konstantinopels nicht 100% mit der Version Roms \u00fcbereinstimmt. Es gibt einige Unterschiede. Wenn zum Beispiel im r\u00f6mischen Papsttum, w\u00e4hrend die Person des Papstes erhoben wird, alle anderen Bisch\u00f6fe als gleichberechtigt gelten, so werden in der Konstantinopler Version des Papismus die Vorrechte und Privilegien gewisserma\u00dfen auch auf die Bisch\u00f6fe der Kirche von Konstantinopel ausgedehnt. Das ist in dem vom Kretischen Konzil verabschiedeten Dokument \u201eDie orthodoxe Diaspora\u201c festgehalten. Im Abschnitt 2b wird die Gesch\u00e4ftsordnung bisch\u00f6flicher Versammlungen in nicht-orthodoxen L\u00e4ndern vorgeschrieben, wo u.a. angegeben wird, dass \u201edie Versammlungen aus allen Bisch\u00f6fen der jeweiligen Region bestehen und unter Leitung des ersten der zur Kirche von Konstantinopel geh\u00f6renden Bisch\u00f6fen durchgef\u00fchrt werden\u201c.<\/p>\n<p>Wie wir sehen, sollen nicht nur der Patriarch von Konstantinopel, sondern auch alle ihm untergeordneten Bisch\u00f6fe das Vorrecht gegen\u00fcber allen \u00fcbrigen Bisch\u00f6fen aller anderen Ortskirchen besitzen, weshalb sie den Vorsitz der \u00f6rtlichen Versammlungen der orthodoxen Bisch\u00f6fe verschiedener Jurisdiktionen f\u00fchren sollen &#8211; und nicht die \u00e4ltesten nach dem Lebens- oder Weihealter, nicht die mit Tugenden geschm\u00fcckten, erfahrenen und verehrten, sondern unweigerlich &#8211; die Bisch\u00f6fe des Patriarchats von Konstantinopel. Als ob es sich um eine besondere, h\u00f6here Bischofskaste handeln w\u00fcrde, die allein schon wegen ihrer N\u00e4he zum sogenannten \u201e\u00d6kumenischen Patriarchen&#8221; h\u00f6hersteht als alle anderen.<\/p>\n<p>Im Rahmen dieser Logik sollten auch die Priester des Patriarchats von Konstantinopel in der Kirche gegen\u00fcber den Priestern anderer Orthodoxen Kirchen Vorrang haben, und die Laien des Patriarchats von Konstantinopel sollten als die im Status h\u00f6heren gegen\u00fcber den Laien anderer Kirchen angesehen werden.<\/p>\n<p>Sogar die Lateiner sind nicht auf so etwas gekommen.<\/p>\n<p>Viele Stellen der Dokumente von Kreta sprechen dem Patriarchen von Konstantinopel die Macht \u00fcber die ganze Orthodoxe Kirche zu, darunter auch \u00fcber die Gerichtsgewalt. Unter Anderem:<\/p>\n<ul>\n<li>\u201eIn grundlegenden allgemeinen Fragen, die &#8230; einer panorthodoxen Stellungnahme bed\u00fcrfen, wendet sich der Vorsitzende der bisch\u00f6flichen Versammlung an den \u00d6kumenischen Patriarchen zum weiteren Vorgehen\u201c (Orthodoxe Diaspora, 6).<\/li>\n<li>\u201eIn panorthodoxer Konsultation soll der \u00d6kumenische Patriarch den einm\u00fctigen Konsens unter den \u00fcbrigen Orthodoxen Kirchen suchen\u201c (Beziehungen der Orthodoxen Kirche zur \u00fcbrigen christlichen Welt, 10).<\/li>\n<li>\u201eAuf dem Territorium der orthodoxen Diaspora soll au\u00dfer durch panorthodoxe \u00dcbereinstimmung, vermittelt durch den \u00d6kumenischen Patriarchen in \u00dcbereinstimmung mit panorthodoxer Vorgehensweise, keine autonome Kirche eingerichtet werden.\u201c (Autonomie und ihre Verk\u00fcndungsweise, 2e).<\/li>\n<li>Bei \u201eUnstimmigkeiten \u2026 sollen sich die beteiligten Seiten gemeinsam oder getrennt an den \u00d6kumenischen Patriarchen wenden, damit eine kanonische L\u00f6sung in \u00dcbereinstimmung mit der panorthodoxen Vorgehensweise gefunden wird.\u201c (Autonomie und ihre Verk\u00fcndungsweise, 2f).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Botschaft des Konzils von Kreta schl\u00e4gt die Einrichtung des Heiligen und Gro\u00dfen Konzils als regelm\u00e4\u00dfige Institution vor, wobei das Recht auf Einberufung aus irgendeinem Grund nur vom Patriarchen von Konstantinopel wahrgenommen wird, was weder in der Geschichte noch in der Theologie der orthodoxen Kirche eine Grundlage hat.<\/p>\n<p>Das Einberufungsrecht eines gesamtorthodoxen Konzils sollte aber nicht nur dem Ersten Vorsteher den Diptychen nach, sondern jedem Vorsteher einer Ortskirche zukommen. Die Einschr\u00e4nkung dieses Rechtes auf den Patriarchen von Konstantinopel allein macht die Einberufung des Konzils unm\u00f6glich, falls eine Ortskirche Anspr\u00fcche gegen\u00fcber dem Patriarchen von Konstantinopel hat, und erkl\u00e4rt ihn tats\u00e4chlich zu einer Person au\u00dferhalb der Gerichtsbarkeit der Kirche, was im Widerspruch zur kanonischen Ordnung der Orthodoxie steht, nach der alle Bisch\u00f6fe von einem Bischofsgericht verurteilt werden k\u00f6nnen<\/p>\n<p>Warum aber haben die griechisch-orthodoxen Autoren all dies und auch andere noch auff\u00e4lligere Ausdr\u00fccke der H\u00e4resie des Papismus von Konstantinopel, die wir hervorgehoben haben, \u00fcbersehen? Sollte es m\u00f6glich sein, dass sie alle diese H\u00e4resie teilen? Oder sind sie bereit, um der nationalen Solidarit\u00e4t willen, diese hinzunehmen? Es f\u00e4llt schwer, daran zu glauben, denn der Ruhm des orthodoxen griechischen Volkes bestand immer in seiner Ergebenheit gegen\u00fcber der Wahrheit, um deren willen die besten seiner Vertreter sich nicht gescheut haben, die Patriarchen von Konstantinopel anzuprangern, die in H\u00e4resie gefallen waren. So war es mit dem hl. Maximos dem Bekenner zu der Zeit der monothelitischen Patriarchen, so war es mit dem hl. Markos von Ephesus zu der Zeit der Union von Ferrara-Florenz, so war es mit dem hl. Meletios dem Bekenner zu der Zeit der Lyoner Union. Man k\u00f6nnte dazu noch weitere Beispiele geben. F\u00fcr alle diese heiligen Griechen stand die Treue zur Wahrheit auf dem ersten Platz. Was hat sich heute ge\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Denn es handelt sich nicht darum, dass man Partei \u201ef\u00fcr die Russen\u201c oder \u201edie Slawen\u201c nimmt, sondern darum, dass man sich f\u00fcr die Wahrheit engagiert. Wie viele Bekenner und M\u00e4rtyrer des griechischen Volkes haben daf\u00fcr gelitten, dass sie den westlichen Papismus nicht akzeptierten &#8211; soll man wirklich ansehen, dass ihre Nachkommen dieselbe H\u00e4resie untert\u00e4nig akzeptierten, lediglich in eine \u00f6stliche, griechische H\u00fclle geh\u00fcllt? M\u00f6ge das nicht passieren!<\/p>\n<p>Es sollte noch kurz auf die Anspr\u00fcche des Patriarchen von Konstantinopel auf richterliche Gewalt und Schiedsgerichtsbarkeit in der gesamten Orthodoxen Kirche eingegangen werden, da diese Anspr\u00fcche Teil derselben H\u00fclle sind. Nat\u00fcrlich ist dieser Artikel der dogmatischen Frage gewidmet, und deshalb ber\u00fccksichtigen wir nicht die kanonischen Fragen, die in anderen Artikeln gut er\u00f6rtert werden. Beim Anblick der systematischen Verletzung und Missachtung einer Menge Kanones seitens des Patriarchats von Konstantinopel, wird man gel\u00e4hmt, wenn man zugleich die Erkl\u00e4rungen h\u00f6rt, dass \u201edas \u00d6kumenische Patriarchat daf\u00fcr Verantwortung tr\u00e4gt, um die Sachen in eine kirchliche und kanonische Ordnung zu bringen\u201c. Und diese Statements erklingen zu derselben Zeit, da dieses Patriarchat Kanones g\u00e4nzlich abschafft, beispielsweise die Apostolischen Regeln, die die zweite Ehe von Klerikern verbieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hat Konstantinopel das Appellationsrecht?<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl es hier viel zu sagen gibt, w\u00fcrde das den Rahmen des Artikels sprengen. Aber es lohnt sich, ein Beispiel zu er\u00f6rtern, n\u00e4mlich den Anspruch auf richterliche Macht in der ganzen Kirche. In der schon erw\u00e4hnten j\u00fcngsten Rede hat Patriarch Bartholomaios \u00fcber ein \u201eeinmaliges Privileg der Konstantinopler Kirche, die Appellationen von Bisch\u00f6fen und Geistlichen aus verschiedenen Ortskirchen zu empfangen, die nach Asyl suchen\u201c gesprochen. Dabei werden solche Erkl\u00e4rungen unter Berufung auf die 9. und die 17. Regel des IV. \u00d6kumenischen Konzils abgegeben, durch die das Patriarchat von Konstantinopel angeblich ein solches Privileg erhalten habe. Dadurch wird u. A. die Einmischung in die ukrainischen Angelegenheiten und die Aufnahme exkommunizierter Schismatiker in die Kommuniongemeinschaft rechtfertigt.<\/p>\n<p>Inwieweit diese Auslegung des Kirchenrechtes der \u00dcberlieferung der Kirche widerspricht, kann man verstehen, wenn man sie mit der Auslegung des hl. Nikodemos von Berg Athos in seinem ber\u00fchmten \u201ePedalion\u201c vergleicht:<\/p>\n<p>\u201eDer (Patriarch) von Konstantinopel hat keine Macht, in den Di\u00f6zesen und in den Grenzen anderer Patriarchen zu handeln, und dieser Kanon gibt ihm kein Recht der letzten Appellationsinstanz in der ganzen Kirche &#8230; Deshalb sagt Zonaras in der Auslegung des 17. Kanons dieses Konzils, dass der von Konstantinopel nicht \u00fcber alle Metropoliten insgesamt als Richter gestellt wird, sondern nur \u00fcber diejenigen, die ihm untergeordnet sind.<\/p>\n<p>Der von Konstantinopel ist allein der erste und der letzte Richter f\u00fcr die ihm untergeordneten Metropoliten, aber nicht f\u00fcr die Metropoliten, die anderen Patriarchen untergeordnet sind, weil das \u00d6kumenische Konzil allein der letzte und allgemeine Richter aller Patriarchen ist und niemand anderer\u201c.<\/p>\n<p>Wie wir sehen, wird die dogmatische Irrlehre durch eine falsche Auslegung der Kanones begr\u00fcndet, was ja nicht verwunderlich ist, da es um eine Lehre geht, welche der Orthodoxie fremd ist.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Anh\u00e4nger dieser Lehre, wie jeder H\u00e4retiker, einzelne f\u00fcr sich g\u00fcnstige Zitate aus alten Texten, insbesondere solche aus Konstantinopel, heraussuchen, k\u00f6nnen sich auch an die \u00dcbernahme der Bulgarischen und der Serbischen Kirche durch Konstantinopel zur Zeit des Osmanischen Reiches erinnern &#8211; sehr zweifelhafte und umstrittene Handlungen, die Konstantinopel sp\u00e4ter korrigieren musste. Aber all dies ist nicht in der Lage, die Tatsache zu widerlegen, dass jedes Papsttum der orthodoxen Lehre fremd ist, sowohl im Westen als auch im Osten. Wie der hl. M\u00e4rtyrer Gorazd von Tschechien schrieb, \u201ehat die Ostkirche nur Jesus Christus als das Haupt der Kirche anerkannt und sich der Idee verweigert, einen einfachen Menschen als Haupt anzuerkennen &#8230; weil sie diese Idee als eine Folge des Mangels an den Glaube an das unsichtbare Haupt &#8211; Jesus Christus &#8211; und seine lebendige Steuerung des Leibes der Gesamtkirche sieht &#8230; sowie als unvertr\u00e4glich mit dem apostolischen Prinzip einer konziliaren L\u00f6sung kirchlicher Fragen, was sich beispielhaft in den \u00d6kumenischen Konzilien zum Ausdruck gebracht hatte\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Patriarch von Konstantinopel, nicht \u201eder \u00d6kumene\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Es lohnt sich auch, davon zu sprechen, wie das Patriarchat von Konstantinopel seine verschiedenen Ehrentitel f\u00fcr Begr\u00fcndung und Durchsetzung seines Papismus verwendet, vor allem den Titel des \u201e\u00d6kumenischen Patriarchen\u201c. Wenn dieser fr\u00fcher einfach als ein Ehrentitel galt, wie z.B. der Patriarch von Alexandrien den Titel \u201eRichter der \u00d6kumene\u201c tr\u00e4gt, so wurde er in j\u00fcngster Zeit faktisch zur offiziellen und haupts\u00e4chlichen Selbstbezeichnung der Konstantinopler Vorsteher. Seit langem schon bezeichnen sie sich mit diesem Titel, indem sie darunter verstehen, dass ihre kirchliche Jurisdiktion sich buchst\u00e4blich auf das gesamte Universum erstreckt.<\/p>\n<p>Als ein Beispiel f\u00fcr die Anwendung dieses Terminus kann man wieder die Worte von Metropolit Elpidophoros (Lambriniadis) anf\u00fchren:<\/p>\n<p>\u201eDer Primat des Erzbischofs von Konstantinopel hat nichts mit den Diptychen zu tun, die lediglich die hierarchische Ordnung ausdr\u00fccken. &#8230; Wenn wir von der Quelle des Primats sprechen, so ist solche Quelle die Person des Erzbischofs von Konstantinopel selbst, der als Bischof Erster unter Gleichen ist, aber als Erzbischof von Konstantinopel und dementsprechend als \u00d6kumenischer Patriarch ist er Erster ohne Gleiche\u201c.<\/p>\n<p>Ein solches Verst\u00e4ndnis seiner \u201euniversalen Jurisdiktion\u201c hat sich auch darin ausgedr\u00fcckt, dass die Bisch\u00f6fe der Kirche von Konstantinopel im XX. Jahrhundert alle L\u00e4nder der Welt untereinander aufgeteilt haben, mit Ausnahme derer, die sie selbst als zu anderen autokephalen Kirchen zugeh\u00f6rig anerkennen. D.h. sogar die L\u00e4nder, wo es keinen orthodoxen Christ gibt, sind auch als kanonisches Gebiet irgendeines Bischofs der Kirche von Konstantinopel eingeschrieben. Und dieser Bischof wird sich \u00e4rgern und frenetisch protestieren, wenn irgendeine Kirche ihre Mission in dem Land er\u00f6ffnet, wohin er niemals seinen Fu\u00df gesetzt hat und wo er keinen Gl\u00e4ubigen hat \u2013 blo\u00df kraft der erw\u00e4hnten Aufteilung. Dass diese Aufteilung der Welt erst im XX. Jahrhundert zustande gekommen ist, entlarvt diese Lehre wiederum als eine neue und fr\u00fcher in der Kirche unbekannte, denn, wenn sie alt w\u00e4re, h\u00e4tten die Konstantinopler Bisch\u00f6fe eine solche Aufteilung viel fr\u00fcher durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Es ist hinreichend bekannt, dass, als der Titel \u201e\u00d6kumenischer\u201c von den Bisch\u00f6fen von Konstantinopel anfangs benutzt worden war, diesem der hl. Papst Gregor der Gro\u00dfe kategorisch entgegengetreten ist. Er schrieb u.a. an Patriarch Johannes von Konstantinopel: \u201eAufgrund Eures frevlerischen und mit Arroganz erf\u00fcllten Titels ist die Kirche getrennt und die Herzen Eurer Br\u00fcder sind in \u00c4rgernis versetzt. &#8230; Wenn der Apostel Paulus vermieden hat, Christi Glieder vereinzelt einigen H\u00e4uptern unterzuordnen au\u00dfer Christus selbst, obwohl diese H\u00e4upter selbst Apostel waren, was sagt Ihr dann Christus, der das Haupt der Gesamtkirche ist, bei der Pr\u00fcfung im J\u00fcngsten Gericht \u2013 Ihr, der sich durch seinen Titel \u201a\u00d6kumenischer\u2019 anstrengt, sich alle seine Glieder unterzuordnen?\u201c<\/p>\n<p>Und da sind seine Worte aus dem Brief an die Patriarchen Eulogios von Alexandrien und Anastasios von Antiochien: \u201eNiemand meiner Vorg\u00e4nger hat zugestimmt, diesen unfrommen Titel [\u00f6kumenischer] zu gebrauchen, weil, wenn ein Patriarch tats\u00e4chlich als \u00d6kumenisch bezeichnet wird, dadurch anderen der Patriarchentitel weggenommen wird\u201c.<\/p>\n<p>Die Patriarchen von Konstantinopel haben jedoch nicht auf die Worte des orthodoxen Papstes, des hl. Gregor des Dialogen, geh\u00f6rt, der damals als der Erste der Ehre nach galt. Sondern dieser Titel wurde weiter gebraucht. Indem man seinen Gebrauch verteidigt, sagt man, dass er angeblich nicht in dem Sinne ben\u00fctzt worden sei, von dem der hl. Gregor schreibt, dass das nur ein sch\u00f6ner Titel in der Art von \u201e\u00d6kumenischer Lehrer\u201c und \u201e\u00d6kumenischer Bibliothekar\u201c gewesen sei, die so auch in der Reichshauptstadt gebr\u00e4uchlich gewesen waren. Es kann sein, dass es anfangs so war, wenn man aber darauf blickt, wie dieser Titel letzten Endes gebraucht worden war, so kann man die Worte des hl. Gregor f\u00fcr prophetische halten.<\/p>\n<p>Der hl. Gregor war nicht der einzige Papst, der dem Gebrauch dieses Titels entgegentrat. So lesen wir im zweiten Akt des VII. \u00d6kumenischen Konzils, dass die Botschaft des r\u00f6mischen Papstes Hadrian an den Kaiser bekanntgemacht wurde. Im Originaltext dieser Botschaft finden sich neben der Verurteilung des Ikonoklasmus auch diese Worte:<\/p>\n<p>\u201eWir waren sehr \u00fcberrascht, als wir feststellten, dass in Ihren kaiserlichen Erlassen, in denen es um den Patriarchen der kaiserlichen Stadt geht, d.h. um Tarasios, dieser auch als der \u00d6kumenische bezeichnet wurde. Wir wissen nicht, ob es aus Unwissen oder aus der Eingebung unfrommer Schismatiker oder H\u00e4retiker geschrieben wurde; kategorisch bitten wir aber Ihre huldreiche Kaisermacht, dass er keine seiner Schreiben jemals als der \u00d6kumenische unterzeichnet, weil das den heiligen Kanones und der \u00dcberlieferung der heiligen V\u00e4ter offensichtlich zuwider ist. &#8230;. Von daher, wenn irgendjemand ihn als \u00d6kumenischen bezeichnet oder dazu seine Zustimmung gibt, sei es ihm bekannt, dass er dem orthodoxen Glauben fernsteht\u201c.<\/p>\n<p>Obwohl es eine gro\u00dfe Wahrscheinlichkeit gibt, dass diese Botschaftsstellen w\u00e4hrend ihrer Verlesung am Konzil nicht ins Griechische \u00fcbersetzt wurden, sehen wir nichtsdestoweniger, dass der damals als Erster geltende Vorsteher schon zum zweiten Mal offen den Gebrauch des Titels \u201e\u00d6kumenischer\u201c f\u00fcr den Patriarchen Konstantinopels kritisiert und verbietet. Diese Zeugnisse geben Anlass, von einer Illegitimit\u00e4t beim Gebrauch dieses Titels zu reden. Von daher sollten orthodoxe Autoren auf die Benennung \u201e\u00d6kumenischer Patriarch\u201c verzichten, sondern ihn als \u201ePatriarch von Konstantinopel\u201c bezeichnen, damit der Titelgebrauch selbst die Verbreitung der H\u00e4resie des neuen Papismus nicht unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Mutterkirche?<\/strong><\/p>\n<p>Ein anderer Titel, den Konstantinopel aktiv zur Begr\u00fcndung seiner Ambitionen ben\u00fctzt, ist \u201eMutterkirche\u201c, obschon dieser Titel, wie auch der vorhergehende, dem Konstantinopler Stuhl von keinem \u00d6kumenischen Konzil verliehen wurde, sondern eigenm\u00e4chtig \u00fcbernommen wird.<\/p>\n<p>Er ist nur im Kontext und nur in Bezug auf die Kirchen, die von der Konstantinopler Kirche ihre Autokephalie bekommen haben, v\u00f6llig gerechtfertigt. Er wird jedoch in einem breiteren Sinne gebraucht. In der obengenannten Ansprache spricht Patriarch Bartholomaios z. B. von seinem Patriarchat als von \u201eder f\u00fcrsorglichen Mutter und Kirchengeb\u00e4rerin\u201c zur Begr\u00fcndung seiner Anspr\u00fcche auf den Sonderplatz in der gesamtorthodoxen Gemeinschaft. Aber ein solches Selbstverst\u00e4ndnis der Kirche von Konstantinopel als Mutter aller Kirchen ist offensichtlich absurd, insofern viele alte Patriarchate historisch der Entstehung Konstantinopels vorangehen: Wie kann es ihre Mutter sein? Wenn eine Kirche zurecht diesen Titel beanspruchen kann, so ist das die Kirche von Jerusalem. Ihr besonderer historischer Beitrag wurde immer von allen Kirchen anerkannt, aber er wurde nie als Recht auf Herrschaft und Macht verstanden.<\/p>\n<p>Aber Konstantinopel gebraucht den eigenm\u00e4chtig angeeigneten Titel \u201eMutterkirche\u201c zur Begr\u00fcndung seines Bestrebens, die \u00fcbrigen autokephalen Kirchen seiner Macht unterzuordnen, die ihm gehorsam und unterw\u00fcrfig sein sollten, wie T\u00f6chter gegen\u00fcber ihrer Mutter. Obgleich, wie Archimandrit Sofronij (Sacharow) betont hat, auch wenn man annimmt, dass Konstantinopel \u201esich wirklich als die allen Kirchen gemeinsame Mutter bezeichnen darf, &#8230; w\u00e4re dies sowieso eine Abweichung von der orthodoxen Trinit\u00e4tslehre, derzufolge die Vaterschaft und die Sohnschaft die Gleichheitsf\u00fclle nicht aufheben, die Unterordnung aus dem Fakt der geschichtlichen Mutterschaft abzuleiten. Das aus einem Wesen Geborene ist dem Geb\u00e4renden gleich. So haben die Heiligen V\u00e4ter gedacht.\u201c<\/p>\n<p>Und insbesondere zynisch klingen die Worte aus dem Mund von Patriarch Bartholomaios von \u201eder f\u00fcrsorglichen Mutter\u201c. Keine f\u00fcrsorgliche Mutter handelt an ihren Kindern so, wie Konstantinopel gegen\u00fcber der Russischen Kirche handelt und etwas fr\u00fcher gegen\u00fcber der Kirche von Griechenland. Wenn man doch das Wort \u201eMutter\u201c auf das Patriarchat von Konstantinopel anwendet, so illustriert sie eher das widerliche heidnische Bild der Mutter, die ihre Kinder auffrisst. Und wer wird den Kindern vorwerfen, dass sie sich entscheiden, eine solche Mutter zu verlassen?<\/p>\n<p>Dass die russische Kirche die eucharistische Gemeinschaft mit Konstantinopel abgebrochen hat, w\u00e4re gerechtfertigt, auch wenn sie sich darauf beschr\u00e4nken w\u00fcrde, einer \u00dcbeltat gesamtkirchlichen Ma\u00dfstabs zu widerstehen und die eigenen Kinder vor der Kommunio mit jenen zu sch\u00fctzen, die in die Kommunio mit Schismatikern eingetreten sind. Aber alles ist noch ernsthafter. Die Russische Orthodoxe Kirche ist die erste geworden, die sich geweigert hat, sich der H\u00e4resie des Papismus unterzuordnen, die das Patriarchat von Konstantinopel auferlegt.<\/p>\n<p>Und die \u00fcbrigen Ortskirchen m\u00fcssen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter dieselbe Wahl treffen, eine Wahl nicht zwischen \u201eRussen\u201c und \u201eGriechen\u201c, sondern zwischen Orthodoxie und H\u00e4resie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Pfr. 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